Seifengeschichten

Justus von Liebig (1803-1873, Chemiker):
„Die Seife ist ein Massstab für den Wohlstand und die Kultur der Staaten. Es ist gewiss, dass man bei der Vergleichung zweier Staaten bei gleicher Einwohnerzahl denjenigen für den reicheren, wohlhabenderen und kultivierteren erklären kann, welcher am meisten Seife verbraucht!“
Seifen (von althochdeutschseifa:Seife, Harz) Leimseife. Kernseife. Schmierseife. Feinseife. Rückfettende Seife. Glycerinseife. Papierseife. Rasierseife. Gallseife. Arztseife und antibakterielle Seife. Benzinseife. Ph-neutrale Flüssigseife. 
Seifen verkleinern sich beim Benutzen. Je nach dem, wie man die Seife anwendet, nimmt sie neue Formen an. Sie wird zum Handschmeichler, Knochen oder sonst einem Objekt. Sie verliert durch den Gebrauch alle Ecken und Kanten. Manchmal ist sie in Form und Grösse genau richtig für meine Hand oder einfach so schön, dass ich sie nicht mehr weiter benutzen möchte. 
Meine Mutter hat alle Seifenreste gesammelt und sie wieder zu einem handlichen farbigen Klumpen zusammengefügt der wieder gebraucht wurde. Oder sie hat die kleinen Sücke zu Flocken aufgerieben und diese in der Waschmaschine weiter verwendet.
Bilder Gerda Müller